Auch in diesem Jahr machten sich vier Klassen unserer Grundschule auf den Weg zu den Streuobstwiesen in Friedrichsdorf. Beim gemeinsamen Apfeltag konnten die Kinder erleben, wo unsere heimischen Äpfel wachsen und wie viel Arbeit hinter der Ernte steckt.
Ausgestattet mit Körben und viel Tatendrang wurden die Äpfel von den Bäumen gepflückt und vom Boden aufgesammelt. Schnell zeigte sich jedoch, dass die Ernte in diesem Jahr deutlich kleiner ausfällt als gewohnt. An vielen Bäumen hingen nur wenige Äpfel, manche trugen sogar gar keine Früchte.
Gerade deshalb war der Apfeltag in diesem Jahr besonders lehrreich. Die Kinder erfuhren, dass eine gute Apfelernte keineswegs selbstverständlich ist. Das Wetter während der Blütezeit, Frost, Trockenheit und andere Umwelteinflüsse können großen Einfluss darauf haben, wie viele Früchte sich entwickeln. Auch die Streuobstwiesen in unserer Region sind davon betroffen.
Umso sorgfältiger gingen die Kinder mit den Äpfeln um, die sie finden konnten. Jeder Apfel wurde gesammelt, ob groß oder klein, perfekt rund oder mit einer kleinen Macke. Dabei wurde deutlich: Lebensmittel sind wertvoll und eine reiche Ernte ist keine Selbstverständlichkeit.
Neben dem Sammeln gab es auf der Streuobstwiese natürlich auch viel zu entdecken. Die Kinder konnten die Natur aus nächster Nähe erleben und erfahren, warum Streuobstwiesen ein wichtiger Lebensraum für zahlreiche Tiere und Pflanzen sind.
So wurde unser Apfeltag trotz, oder gerade wegen, der kleineren Ernte zu einem besonderen Erlebnis. Mit vielen neuen Eindrücken und einem ganz anderen Blick auf den Apfel im Pausenbrot ging es schließlich zurück zur Schule.
Wir danken dem NABU-Friedrichsdorf, sowie den Eltern für die Unterstützung und Organisation.
